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Adolf Haslinger Literaturstipendium 2018


Ausstellung: Von Zweig bis Handke


Adolf Haslinger Literaturstipendium 2017


Handke-Faksimile

 

Adolf Haslinger Literaturstipendium 2018

Frau Tina Sturm-Ornezeder, MA, Dissertantin im Fachbereich Germanistik bei Assoz. Prof. Dr. Armin Eidherr, ist nach Befürwortung der Jury (Univ. Prof. Dr. Norbert Christian Wolf, Univ. Prof. Dr. Werner Michler, Univ. Prof. D. Herwig Gottwald) die Empfängerin des Adolf Haslinger Literaturstipdendiums des Jahres 2018.

Tina Sturm-OrnezederSie erfüllt die Kriterien des Stipendiums punktgenau: Sie ist Studentin der Universität Salzburg und aufgrund ihres Dissertationsthemas Forscherin an Beständen des Literturarchivs Salzburg.

Im Rahmen ihrer Dissertation „Stefan Zweigs ,Clarissa: Ein Romanentwurf‘“ fertigt sie eine textgenetische Edition auf Grundlage des Original-Manuskripts an. Ziel der Transkription ist es, das Fragment in seiner ursprünglichen Fassung einem allgemeinen Lesepublikum zugänglich zu machen und so eine Alternative zum durch Knut Beck stark bearbeiteten und herausgegebenen „Clarissa“-Roman zu bieten.
Aktueller Stand der Arbeit: Die allgemeine Transkription wurde in einem ersten Schritt auf Basis von Kopien des Romanfragments, welches vom Literaturarchiv Salzburg angekauft wurde, angefertigt. In einem nächsten Schritt werden nun Textstellen, die aufgrund der Qualität der Kopien nicht eindeutig zu lesen sind, mit der digitalisierten Version von „Clarissa“ abgeglichen beziehungsweise ergänzt.

Als Grundlage dient hierbei das Romanfragment, das aufgrund des internationalen Projekts „STEFAN ZWEIG DIGITAL“ – einer Initiative des Literaturarchivs Salzburg – online zur Verfügung steht. Die Fertigstellung der textgenetischen Edition ist für Ende des Sommersemesters 2019 vorgesehen. Frau Sturm-Ornezeders Dank gilt sowohl Hildemar Holl, der die Kopien des Manuskripts zur Verfügung stellte, als auch Lina Maria Zangerl, die ihr das digitale Zweig-Projekt nähergebracht und somit eine wertvolle Hilfestellung gegeben hat.

In diesem Sommersemester absolviert Tina Sturm-Ornezeder ein methodisches Forschungsseminar bei ihrem Dissertationsbetreuer, Assoz. Prof. Dr. Armin Eidherr. Ziel des Seminars ist es, die Dissertation auf Grundlage der Lehrinhalte mit methodischen Fragestellungen und Ansätzen zu untermauern. Auch ein Ausblick mit Fragestellungen, die in künftigen Forschungsarbeiten behandelt werden können, soll in der geplanten Dissertation gegeben werden. Der Abschluss der Arbeit ist für Sommer 2019 geplant.

Neben der Veröffentlichung ihres Artikels „Clarissa“ im Stefan-Zweig-Handbuch (erschienen 2018), soll in den kommenden Monaten eine weitere Publikation folgen. Darüber hinaus ist die Teilnahme an der diesjährigen Stefan-Zweig-Tagung im Oktober sowie der Abschluss des Doktoratstudiums mit Ende des Wintersemesters 2019/2020 geplant.


Ausstellung: Von Zweig bis Handke. Die Sammlung Adolf Haslinger

Ausstellungsflyer

Vor 40 Jahren, im Jahr 1977, begann der Germanist Adolf Haslinger literarische Autographen zu sammeln und gründete ein erstes Salzburger Literaturarchiv, das 1996 den Status einer Stiftung erhielt und 2014, ein Jahr nach dem Tod des Gründers, in Adolf Haslinger Literaturstiftung umbenannt wurde.

Aus diesem Anlass zeigt eine Ausstellung des Literaturarchivs Salzburg (u.a. mit Film und Audiostationen) wertvolle Stücke aus den Beständen der Adolf Haslinger Literaturstiftung – darunter Stefan Zweigs berühmtes Hauptbuch, Manuskripte Peter Handkes (z.B. bislang unbekannte Ansichtskarten an Adolf Haslinger) sowie Manuskripte und Typoskripte von Gerhard Amanshauser, Alois Brandstetter, Erwin Einzinger, Barbara Frischmuth, Franz Innerhofer und Walter Kappacher.

Photos von der Ausstellungseröffnung

Kuratoren
Manfred Mittermayer, Martin Huber
Gestaltung
Lukas Thaler, Gerhard Spring

Ort
Max Gandolph Bibliothek, Kapitelgasse 5–7

Eröffnung
31. Juli 2017, 19 Uhr
Grußworte: Rektor Heinrich Schmidinger (Universität Salzburg)
Vorstellung der Ausstellung durch die Kuratoren
Lesungen von Alois Brandstetter und Erwin Einzinger

Dauer der Ausstellung
1. bis 31. August 2017

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Adolf Haslinger Literaturstipendium 2017

Die Adolf Haslinger Literaturstiftung hat im Jahr 2015 beschlossen, zur Förderung des literaturwissenschaftlichen Nachwuchses regelmäßig ein Stipendium zu vergeben.

Das Stipendium ist mit dem Namen Adolf Haslingers (1933–2013), Salzburger Germanist und Gründer der gleichnamigen Literaturstiftung (früher Stiftung Salzburger Literaturarchiv), verbunden.

Zweck des Stipendiums ist es, junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler (Dissertanten, Diplomanden) zu Archivforschungen anzuregen und bei ihren Forschungen im Literaturarchiv Salzburg zu unterstützen.

Sollten keine geeigneten Kandidaten nominiert werden, dient das Adolf Haslinger Literaturstipendium der Unterstützung laufender Forschungsprojekte im Literaturarchiv Salzburg, z.B. zu Stefan Zweig oder Peter Handke.

Das Adolf Haslinger Literaturstipendium ist mit € 6.000 dotiert, es wird alle zwei Jahre vergeben.

Hildemar Holl, Lina Maria Zangerl, Verena Maria Höller, Julia Glunk, Manfred Mittermayer

Da im Jahr 2016 kein Kandidat mit einem eigenen Forschungsvorhaben im Archiv nominiert wurde, ging das Stipendium an Verena Maria Höller (Paris-Lodron-Universität Salzburg) und Julia Glunk (Albert-Ludwigs-Universität Freiburg), die nun im Rahmen  des Projekts „STEFAN ZWEIG DIGITAL: Eine Plattform zur virtuellen Rekonstruktion von Stefan Zweigs Nachlass“ am Literaturarchiv Salzburg tätig sind.
Beide junge Wissenschaftlerinnen arbeiteten bereits im Sommer und Herbst 2016 sehr engagiert als Praktikantinnen an den Stefan Zweig-Beständen des Literaturarchivs.

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Peter Handke-Faksimile noch erhältlich!

Das in einer einmaligen Auflage von nur 300 Exemplaren veröffentlichte und von Peter Handke handsignierte Faksimile des Romans In einer dunklen Nacht ging ich aus meinem stillen Haus (Apotheker von Taxham) ist noch zu haben.

Preis: € 150,- + Versandkosten.

Bestellungen bitte an die Adolf Haslinger Literaturstiftung.
oder per E-Mail an: hildemar.holl@sbg.ac.at

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